Führt der Weg im Alter wirklich einfach nur ins NICHTS?
Manche sind schon mit 50 Jahren der Meinung, dass eigentlich schon alles gelaufen ist in ihrem Leben, für viele fängt es dann mit 60 Jahren an: Das Gefühl mangelnder Perspektiven beim Älterwerden.
Okay, manche Dinge werden einfach nicht mehr möglich sein, aus ganz verschiedenen Gründen, aber deshalb zu glauben, dass es beim Älterwerden überhaupt keine Perspektiven mehr gibt, und damit auch keine Zukunft - das ist nachgewiesenermaßen ungesund, macht unzufrieden und verkürzt die Lebenszeit.
Wer Ziele im Alter hat, lebt länger und besser: Das konnte Frau Prof. Dr. Susanne Wurm in einer Studie nachweisen!
Wer sein Älterwerden auch als Weiterentwicklung erlebt, dem geht´s einfach besser.
Eigentlich ist das doch auch nachvollziehbar. Hier geht´s ganz klar um Lebensfreude, und die verlängert unser Leben, lässt uns Krankheiten besser überstehen, wir gesunden schneller und insgesamt vollständiger.
Wie immer bestimmt die Einstellung zum Älterwerden die Art und Weise, wie wir älterwerden. Das ist doch alles kein Hexenwerk, aber ich muss es einfach immer wieder betonen.
Es kommt darauf an, wie wir unsere Ziele, also unsere Zukunft definieren. Und das muss ja nicht immer gleich der große Wurf sein. Zuviel Ehrgeiz macht krank, auch das ist bekannt. Beim Thema "altersgerechte Ziele" verdrehen viele ihre Augen, weil es nach Schublade ALTER klingt. Aber mal ganz ehrlich: Sind Lebensziele nicht immer irgendwie "altersgerecht"?
Mit 17 will man endlich 18 sein und alleine Auto fahren, oder endlich ausziehen. Manche möchten irgendwann ihre eigene Familie oder auch ein eigenes Heim. Und wieder andere träumen nach Jahrzehnten harter Arbeit von einem Sabbatical.
Und vielleicht es auch ein wenig Charaktersache: Manche haben Freude daran, sich Ziele zu stecken, und für andere ist es einfach nur Stress, sie wollen ihre Ruhe. Ist doch auch okay.
Es geht im Leben immer ums: WOFÜR!
Wofür lebe ich!
Im Alter fallen - besonders im Rentenalter - viele Pflichten weg. Dafür übernehmen manche dann das Hüten der Enkelkinder oder ein Ehrenamt.
Menschen wollen gestalten, etwas bewirken mit ihren Fähigkeiten, im Kleinen wie im Großen. Und das hört auch im Alter nicht auf. Aber zu glauben, dass es dann keinen Sinn mehr machen würde - das ist nachgewiesenermaßen ungesund.