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Schluß mit dem Gerede vom Altern als einziger Abbau! Bahnbrechende Forschungsergebnisse zum Älterwerden hat uns wieder einmal Prof. Dr. Becca Levy gebracht:

45.15% der Personen über 65 Jahre aus ihrer Stichprobe von 4638 Teilnehmenden haben in einem Zeitraum von bis zu maximal 12 Jahren entweder ihre geistige oder körperliche Leistungsfähigkeit - oder sogar in beiden Bereichen - verbessert. Und das ohne Training oder Interventionen. Einfach so. Und hierbei handelt es sich nicht nur um Personen, die geistig oder körperlich hinsichtlich ihrer Leistung unterhalb des Normalwertes lagen.

Verbesserungen zeigten auch jene, die zu Beginn der Studie eine ganz altersgemäße Leistungsfähigkeit zeigten (also nicht unter dem Normalwert ihres Alters lagen).

Mit dieser Studie ist nun endgültig Schluss vom ewigen Gerede, dass es im Alter nur ständig und stetig bergab gehen würde, der Alternsprozess also ein einziger Abbau sei.

Mit ihren neuesten wissenschaftlichen Forschungsergebnissen aus diesem Jahr 2026 ist Levy eine echte Sensation gelungen.

Selbst in der Forschung und Medizin hat sich der defizitäre Blick unerbittlich bis heute gehalten. Und wir normalen Älterwerdenden glauben es ja sowieso. Ältere Leute, die sich verbessern, werden als Ausnahme betrachtet. Dem ist eben nicht so, danke Frau Prof. Levy für diese Studie.

So ist Levy vorgegangen:

Levy hat mit den Daten der Health and Retirement Study (HRS) vom the National Institute of Aging USA, einer groß angelegten Langzeitstudie Studie mit über 50jährigen, gearbeitet. Alle zwei Jahre werden diese - nicht nur aber auch - auf z.B. auf ihre kognitive, körperliche Leistungsfähigkeit untersucht.

Ihre Stichprobe zur geistigen Leistungsfähigkeit bestand aus 11 314 Teilnehmenden zwischen 50 und 99 Jahren mit eine Durchschnittsalter von 68 Jahren. Die geistige Leistungsfähigkeit wurde mit dem Telefontest TICS (Telephone Interview for Cognitive Status) ermittelt.

Die Stichprobe zur körperlichen Leistungsfähigkeit bestand aus 4638 Teilnehmenden zwischen 65-99 Jahren mit einem Durchschnittsalter von 74 Jahren. Die physische Leistungsfähigkeit wurde mit der Ganggeschwindigkeit ermittelt.

Becca Levy hat sich auf die Daten der über 65 jährigen konzentriert, von denen gleichermaßen Werte zur geistigen wie physischen Leistungsfähigkeit vorliegen. Und in dieser Gruppe haben sich 45,15% verbessert.

Gleichzeitig konnte Levy zeigen, dass die Steigerung der Leistungsfähigkeit in einem oder auch beiden Bereichen von der persönlichen Einstellung zum eigenen Altern abhängt, also vom Wert des Altersselbstbildes. Teilnehmer mit positiveren Altersselbstbildern hatten eine größere Wahrscheinlichkeit, sich in beiden Bereichen zu verbessern.

Und natürlich prüfte sie auch auf die typischen Kontrollvariablen wie Geschlecht, Alter, ethnische Zugehörigkeit, Depression, Schlafprobleme, Bildung, Familienstand, kardiovaskulärer Zustand, Diabetes, APOE4, soziale Isolation und wie viele Jahre die Teilnehmenden bereits an der Studie teilnahmen.

Fazit: Wir haben im Alter geistige wie körperliche Reserven.

Will heißen:

Das vorherrschende Narrativ vom Alter als unvermeidbarer Abbau ist endgültig vom Tisch. Altern muss neu definiert werden und der Aspekt persönlicher Glaubenssätze, unsere Einstellung zum Älterwerden, muss als besonders beeinflussender Faktor auf unsere Gesundheit im Alter   berücksichtigt werden.

Titel der Studie:

Aging Redefined: Cognitive and Physical Improvement with Positive Age Beliefs by Becca R. Levy and Martin D. Slade 


Foto oben:

Dies sind Ausschnitte des Instagramberichts des heute journals, das über diese Studie berichtet hat!