Im letzten Blogbeitrag habe ich euch erklärt, dass das Gehirn gefordert werden muss, um nicht abzubauen.
Und das mal vorweg:
Wer von euch annimmt
"Ach das ist halt so, dass mein Gehirn im Alter schlechter wird. Da kann man nix machen, gehört halt dazu!"
Der oder die kann jetzt sowieso sofort stoppen mit dem Weiterlesen. Euch ist dann mit gar nichts mehr zu helfen. Mit dieser Einstellung wird das nix. Denn: Das ist schlichtweg falsch!
Und für alle anderen heute ein paar Tipps, wie man sein Gehirn fit halten kann:
1. Das A und O fürs Gehirn ist Bewegung, wie das ja überhaupt fürs Älterwerden gilt. Bewegung ist ein Jungbrunnen, moderat, man muss und soll nicht übertreiben. Bewegung pumpt mehr Sauerstoff durchs Gehirn, d.h. das Gehirn wird besser durchblutet. Und so können sich angegriffene Zellen wieder besser regenrieren, kaputte Zellen werden abtransportiert - das Gehirn reinigt und erneuert sich, ja nämlich auch mit der Bildung ganz neuer Stammzellen, selbst beim älteren Gehirn.
Ach so - bu bist ein Bewegungsmuffel? Da bist du nicht der/die Einzige! Menschen sind verschieden, also dann ist das eben so! Da hilft auch die klassische Schelte nicht mit DU MUSST ABER...das alles bringt nix. Aber hier vielleicht doch ein kleiner TIPP zur Motivation:
Wusstet ihr, dass man mit nur 5 Minuten täglich körperlicher Anstrengung - also ihr müsst außer Atem kommen - so viel für Gehirn, Körper und Seele erreichen kann? Mensch, das könnte doch auch bei Bewegungsmuffeln drin sein, oder?
Ach so - ihr wisst nicht wie? Treppen bringen euch außer Puste? Okay, dann macht das doch. Oder fragt im Umfeld nach Übungen, die anstrengend sind. Übrigens: Kniebeugen tun es auch. Oder redet mit eurem Arzt, wenn ihr körperliche Einschränkungen habt.
Denn ich verspreche euch: Nach wenigen Tagen schon fühlt ihr euch besser und eventuell wollt ihr sogar mehr davon.
2. SUDOKU oder ähnliches bringt nix!
Leider leider ist das so: Sudoku, Kreuzworträtsel sind prima, trainieren aber nur diese Art von Gehirnaktivität, und das reicht nicht aus.
Ja und jetzt?
3. Konzentration - die baut im Alter ab.
Ich habe einen Vortrag von Dr. med. Klaus Gebel, Arzt für Neurologie und Psychiatrie, Sulzbach-Rosenberg, 1. Vorsitzender SEGA e. V. gehört. Sein Tipp im digitalen Zeitalter: Kreuzen Sie in Zeitungs/Zeitschriftenartikeln z.B. jedes "A" an, das Sie lesen. Wie? So einfach geht das? Ja! Also sofern Sie noch über Prinausgaben verfügen.
:-)
4. Wo liegen Ihre Interessen? Lernen Sie NEUES dazu!
Es heisst immer und überall: Man soll im Alter etwas Neues lernen!
Und das stimmt. Nur auch hier gilt: Nicht jeder Mensch lernt gerne, das ist doch schon in der Schule so. Hier kann man sich nur überwinden, wenn man Spaß an einem Thema hat, das kann auch das Gärtnern sein. Was interessiert Sie an Blumen, Gemüse- oder Obstanbau? Holen Sie ein Buch, suchen Sie im Internet nach Artikeln und studieren Sie neue Inhalte zu den Themen, die Sie interessieren. Es muss Spaß machen, sonst bringt es nix! Natürlich können Sie auch eine Sprache neu lernen oder alte Kenntnisse vertiefen, oder ein neues (altes) Instrument (besser) lernen usw. Aber es muss etwas mit Ihrem Leben zu tun haben und Freude machen.
5. Gedächtnistraining
Klar, das geht immer! Aber da bin ich nicht fit genug, um euch da TIPPs zu geben. Einer der wenigen Bereiche, wo ich mich nicht auskenne.
Und dann ganz klar: Ernährung, soziale Kontakte, neue Orte - alles in allem Abwechslung im Leben. Das regt unser Gehirn an