Von Dagmar Wagner on Freitag, 26. Juni 2026
Kategorie: Aktuelles

Klarstellung: Pflegebedürftigkeit im Alter ist nicht "normal"! Hier konkrete Zahlen und ein Appell an die Eigenverantwortung Älterwerdender!

Im Moment wird - zu recht - viel über die Pflegereform und Gesundheitsreform geklagt. Absolut verständlich. Auch ich habe zu Petitionen aufgerufen und mitgemacht, da ich als pflegende Angehörige sehr davon betroffen bin.

ich bedauere nur immer wieder, dass das Thema Älterwerden nur mit Themen wie Krankheit, also Gesundheitsversorgung, oder Pflege seinen Weg in die Öffentlichkeit findet. Darum für alle hier konkrete Zahlen zur Beruhigung. Die meisten denken, jede(r) wird pflegebedürftig, das ist absoluter Unsinn, wie man oben auf der Grafik vom Statistischen Bundesamt für das Jahr  2023 erkennen kann:

60-69 Jahre      5% sind pflegebedürftig

70-74 Jahre    10% sind pflegebedürftig.

75-79 Jahre     20% der Frauen und 16% der Männer sind pflegebedürftig.

80-84 Jahre     39% der Frauen und 27% der Männer sind pflegebedürftig.

85-89 Jahre     64% der Frauen und 47% der Männer sind pflegebedürftig.

90 Jahre und älter   92% der Frauen und 75% der Männer sind pflegebedürftig.

Dabei bedeutet das Wort PFLEGEBEDÜRFTIG ja nicht, dass alle gleich viel pflegebedürftig sind. Das darf man nicht vergessen.

Und ja: Die Zahl der Pflegebedürftigen wird steigen, weil wir in unserer Gesellschaft immer mehr alte und hochaltrige Bürger:innen haben, Stichwort Babyboomer. Aber auch das heisst nicht, dass wir alle immer kränker werden. 

Ganz wichtig:  86% der Pflegebedürftigen wurden 2023 zuhause versorgt, so wie meine Eltern.

Unsere Gesellschaft würde ohne die pflegenden Angehörigen zusammenbrechen, darum die große Kritik an der Pflegereform, die die pflegenden Angehörigen finanziell noch schlechter wird und Entlastungen durch andere Hilfen sehr sehr einschränken wird.

Fazit

Ich appelliere ganz stark an die Eigenverantwortung älterwerdender Menschen.

Lebt gesund mit ausreichend Bewegung ohne Gifte wie Alkohol und Nikotin. Esst vernünftig. Ihr müsst euch dabei aber nicht kasteien.

Nur so entlasten wir die Gesundheits- und Pflegekosten und somit die jüngeren Generationen.

Mehr ist gar nicht nötig als ein bisschen Vernunft!

Ich möchte nicht, dass mein Sohn dafür bezahlen muss, nur weil sich seine Mutter oder auch andere nicht beherrschen können.

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