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    Willkommen auf meinem BLOG bei älterwerden.net!

    Ich freue mich, daß Sie meinen BLOG besuchen, mit dem ich rund um´s Thema Älterwerden  unterschiedliche spannende Aspekte aufgreifen möchte. 

    Gleichzeitig möchte ich Ihnen auch neue Sichtweisen erschließen, und empfehle Ihnen Bücher, Filme, Projekte und Links, die ich interessant und diskussionswürdig finde. Über den ein oder anderen Tipp von Ihnen würde ich mich natürlich ganz besonders freuen, genauso wie über einen regen Austausch mit Ihnen! Schreiben Sie mir doch einfach, und wenn Sie möchten, veröffentliche ich gerne Ihren Beitrag auf meinem BLOG.

    Machen Sie mit!

    Herzlichst Ihre Dagmar Wagner

3 minutes reading time (649 words)

Kämpfen auch Sie gegen drastische Auswirkungen der Pflegereform für Pflegebedürftige, unabhängige Pflegeberater:innen und ganz besonders für die pflegenden Angehörigen

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Im Moment gibt es viele Petitionen gegen die neue Pflegereform ab 2027. Ich bitte alle: Unterschreibt!!!!

Macht mit!  Auf Instagramm ist viel los!

Ich weiß, wovon ich rede: Meine Eltern sind beide seit drei Jahren schwer pflegebedürftig mit Pflegegrad 3 und 4. Sie leben noch zuhause und werden von der Familie versorgt. Ohne den Beistand unserer "unabhängigen Pflegeberaterin" Verena Campbell hätte ich mich niemals durch diesen Dschungel durchgearbeitet. Allerdings muss ich auch sagen, dass die BARMER Pflegekasse ebenso großartig in der Beratung ist, zu jedem Thema, zu jeder Zeit, zu jedem Anruf. Die sind einfach spitze. Ich wünschte, meine private KV würde so gut arbeiten.

Und da wären wir bei der ersten Änderung der Pflegereform:

1. Die unabhängigen Pflegeberatenden sollen abgeschafft werden. Zukünftig dürfen dann nur noch die bei Institutionen wie z.B. DRK etc. angestellte Pflegeberatende zur Beratung in Pflegefamilien kommen. Da stellt sich zuerst die Frage, was aus den vielen, höchst qualifizierten unabhängigen Pflegeberatenden nun werden soll? Sie haben keine Festanstellung, arbeiten freiberuflich und stehen dann erst mal auf der Strasse. Im Ernst - und das beim Pflegenotstand? Das heisst auch, es wird schwieriger, eine Beratung zu erhalten, denn nun müssen die angestellten Pflegeberatenden alle Termine der unabhängigen Pflegeberatenden übernehmen. Das bedeutet: Pflegefamilien sind in der Beratung sehr viel schlechter versorgt, werden wegen Termindruck u.U. in der Beratung schneller "abgefertigt" oder erhalten erst mal ewig keine Leistung, weil sie die Info viel zu spät erhalten, dass es eben bestimmte Unterstützungsangebote im Pflegefall gibt. Ganz klar:

Wer seine Rechte nicht kennt, fordert sie nicht ein: Geld wird gespart.

Übrigens, das schreibt die KI bei Google:

"Unabhängige Pflegeberater (z.B. zertifiziert nach § 7a SGB XI) arbeiten frei von wirtschaftlichen Interessen der Pflegekassen. Sie bieten Ihnen eine neutrale Orientierung, helfen bei der Beantragung von Pflegegraden und entwickeln maßgeschneiderte Versorgungspläne."


2. Die Verhinderungspflege darf nur noch von professionellen Pflegediensten übernommen werden. Was heisst das? Die Verhinderungspflege ist  eine tolle Sache: z.B. Jemand sitzt mit Pflegegrad 4 im Rollstuhl. Diese Person muss fast 24 Stunden betreut werden, nachts vielleicht nicht. Dafür erhält diese pflegebedürftige Person 800 Euro Pflegegeld im Monat. Tja - und wer arbeitet nun 7 Tage die Woche fast täglich 24 Stunden am Tag: die pflegenden Angehörigen, für 800 Euro. Damit aus den pflegenden Angehörigen nicht aber auch die Pflegefälle von morgen werden, hat das Pflegegesetz für Entlastung gesorgt: Für circa 3539 Euro im Jahr darf man nun eine Hilfe hinzuziehen. Und das dürfen auch Privatpersonen wie z.B. die Nachbarn machen. Nur die Angehörigen nicht, diese würden weniger Geld erhalten. Gehen wir von einem kargen Stundenlohn in Höhe von 15 Euro aus, dann hätten die pflegenden Angehörigen pro Jahr für eine Person im Rollstuhl für 235 Stunden pro Jahr eine Hilfe, das wären 19,6 Stunden im Monat oder 5 Stunden in der Woche.

Das soll nun wegfallen. Geht´s noch? Diese kärgliche Unterstützung wird gestrichen. Es dürfen jetzt nur noch professionelle Pflegedienste diese Dienste der Verhinderungspflege anbieten. Da kostet die Stunde übrigens minimum 45 Euro im Durchschnitt, das sind 6,5 Stunden im Monat also 1,6 Stunden pro Woche. Ach ja, und es muss erst beantragt und begründet werden.

Leute, es gibt ja keine Pflegeplätze im Heim, 2023 wurden 86% der Pflegebedürftigen zuhause versorgt. Und die pflegenden Angehörigen tragen das dann alleine ohne Entlastung und - wie schon gesagt - werden zum nächsten Pflegefall in der Zukunft, weil die Gesundheit leidet.


3. Der Entlastungsbetrag von monatlich 131 Euro - auch für Hilfen wie Einkauf, Haushalt, Vorlesen, Quatschen - soll für den Pflegegrad 1 gestrichen werden. Da muss man ehrlicherweise sagen, dass diese Gelder grundsätzlich kaum abgerufen werden, und schon gar nicht bei Pflegegrad 1. Da liegen Millionen auf Halde, also das könnte man gerade noch so akzeptieren.


4. Und dann gibt es auch behinderte Menschen mit besonderen Bedürfnissen, und auch da wird radikal gestrichen. Sie werden einfach aussortiert. Das muss man mal genauso in aller Deutlichkeit sagen. 2-3% der Pflegefälle sind sind unter 60 Jahre alt.

Ich weiss schon, man will das alles nicht hören. Ich habs auch satt, hilft nur leider nichts.

Macht bitte mit.

Einer meiner nettesten Vortragsbesucher: ein Zuhör...
 

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