Die Zahlen zur "alternden Gesellschaft" sind eindeutig: Selbst wenn die Babyboomer irgendwann einmal "ausgestorben" sind, wird der Anteil der über 60jährigen sich wohl langfristig bei circa 30% einpendeln. Aber was passiert eigentlich mit den wunderbaren und besonderen Potenzialen unserer älteren Mitbürger:innen?
Laut dem Statistischen Bundesamt gehören zu den Babyboomern die Jahrgänge 1955-1969.
Wir wissen seit Jahrzehnten, dass Menschen in unserem Land immer älter werden und dabei glücklicherweise auch immer gesünder sind.
Trotzdem trauen sich viele über 60 Jahre zu wenig zu und schämen sich für ihr fortgeschrittenes Alter, auch im Beruf.
Ich kann mir nur kaum vorstellen, dass moderne Gesellschaften auf die Teilhabe von 30% ihrer Bürger:innen verzichten können. Das wäre unvernünftig, um das vorsichtig auszudrücken. Damit sich unsere Gesellschaft in vielerlei Hinsicht weiter entwickeln kann, braucht es unsere "Älteren".
Denn Menschen wollen in jedem Alter etwas leisten und freuen sich über Anerkennung.
Nur nur wie soll eine derartige Teilhabe aussehen - abgesehen vom Ehrenamt, wo sie ja ohnehin stark vertreten sind?
Konzepte sind mir nicht bekannt, und auch nicht, ob irgendwelche - auch weltweiten - THINK TANKs daran arbeiten.
Damit meine ich nicht die üblichen Angebote für Senior:innen, über das Rentenalter in der Firma bleiben zu können, sondern ganz grundlegende neue Idee auch außerhalb der Arbeitswelt, unsere Älteren einzubinden
Zumindest lohnt es sich, einmal darüber nachzudenken, erst mal ein Bewusstsein darüber schaffen, dass man 30% einer Bevölkerung nicht einfach so ausblenden kann und darf.
Oder?